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Buchhaltungssoftware-Test · Erfahrungsbericht

FastBill Erfahrungen 2026 — Unser ehrlicher Praxis-Test

Kurze Antwort

FastBill ist die richtige Wahl für Freelancer und Solo-Selbstständige, die hauptsächlich Rechnungen schreiben und eine aufgeräumte Oberfläche wollen. Wer Buchhaltung, DATEV-Export oder Belegmanagement ernsthaft braucht, stößt schnell an Grenzen.

LB
BelegFit Redaktion
Geprüft: Juli 2026

Anzeige: Seite enthält Affiliate-Links — Methodik.

Drei Tage vor der Umsatzsteuer-Voranmeldung, Belege über drei E-Mail-Postfächer verteilt, und das FastBill-Dashboard zeigt noch immer nur offene Rechnungen — das war unser Einstieg in den Praxistest. FastBill hat sich in Deutschland als schlanke Rechnungssoftware für Freelancer einen Namen gemacht, und dieser Ruf ist nicht unbegründet. Die Frage ist nur: Reicht "schlank" für deinen Alltag, oder brauchst du am Ende doch mehr? Unser Urteil vorweg: ein ehrliches Ja für den Rechnungsfokus, ein klares Nein für alles, was echte Buchführung braucht.

Unser Fazit

FastBill ist ein gut gemachtes Rechnungstool, das seinen Job zuverlässig erledigt — solange du Freelancer mit EÜR bist und keinen Steuerberater hast, der DATEV-Buchungsstapel mit Belegbildern erwartet. Wer mehr braucht, sollte sich sevdesk oder BuchhaltungsButler ernsthaft anschauen, bevor er sich mit FastBill-Workarounds herumärgert.

FastBill auf einen Blick

AnbieterFastBill
Preis€9,00 pro Monat (Solo (jährlich))
Bedienung (Redaktion)8.6/10
Funktionsumfang (Redaktion)7.2/10
Preis-Leistung (Redaktion)7.8/10
DATEV-ExportJa
Belegerkennung (OCR)Ja
Bank-AnbindungJa
StandJuli 2026
Vorteile
  • Rechnungserstellung in unter 60 Sekunden — schnellster Workflow im Vergleichstest
  • Sehr saubere, ablenkungsfreie Oberfläche — minimale Einarbeitungszeit
  • Automatische Mahnstufenverwaltung inkl. konfigurierbarer Mahngebühren
  • Angebote, Rechnungen, Gutschriften in einem konsistenten Workflow
Nachteile
  • DATEV-Export liefert keinen vollständigen Buchungsstapel mit Belegverknüpfungen — in unserem Test fehlten die Belegbilder komplett
  • Keine Bilanzierung, keine doppelte Buchführung — EÜR-Grenze ist hart
  • Preise steigen nach Aktionsende deutlich — Stand Juli 2026 zahlt man ab dem 2. Jahr regulär mehr

Unsere Bewertung

Buchhaltungsfunktionen
7.5
System-Performance
8.8
Bedienbarkeit
8.9
Preis-Leistung
6.2

FastBill im Test

#1
FastBill
DATEVBeleg-OCRBank-Sync
€9,00
pro Monat · Solo (jährlich)
Testsieger
Redaktions-Bewertung
Bedienung
7.5
Funktionsumfang
8.8
Preis-Leistung
8.9
  • Rechnungserstellung in unter 60 Sekunden — schnellster Workflow im Vergleichstest
  • Sehr saubere, ablenkungsfreie Oberfläche — minimale Einarbeitungszeit
  • Automatische Mahnstufenverwaltung inkl. konfigurierbarer Mahngebühren
  • Angebote, Rechnungen, Gutschriften in einem konsistenten Workflow

Was FastBill wirklich kann — und was nicht

In unserem Praxistest haben wir FastBill vier Wochen lang mit echten Geschäftsvorfällen belastet: 47 Ausgangsrechnungen, 23 Eingangsbelege, drei Mahnläufe und ein versuchter DATEV-Export. Das Ergebnis beim Rechnungsworkflow war eindeutig — FastBill ist hier der schnellste Anbieter im Vergleichsfeld. Eine neue Rechnung ist in unter 45 Sekunden erstellt, das Angebots-zu-Rechnung-Konvertieren funktioniert mit zwei Klicks. Bei den Belegen wurde es dann holprig: Eingangsrechnungen lassen sich zwar hochladen, aber eine automatische Texterkennung (OCR), wie wir sie in unserer eigenen BelegFit-Software oder bei BuchhaltungsButler sehen, fehlt in der Basis-Version komplett. Den DATEV-Export haben wir dreimal versucht — das Ergebnis war jedes Mal eine CSV-Datei ohne die dazugehörigen Belegbilder, was unsere Test-Steuerberaterin als 'nicht verwendbar ohne manuelle Nacharbeit' eingestuft hat. Für den reinen EÜR-Abschluss ohne Steuerberater-Übergabe funktioniert FastBill, für alles mit DATEV-Schnittstelle ist es eine Baustelle.

Die Kernfunktionen im Überblick

FastBill konzentriert sich auf den Outbound-Workflow — und da sitzt jeder Handgriff. Diese Funktionen haben im Test überzeugt, diese nicht:

  • Rechnungserstellung & Vorlagen: Saubere Editor-Oberfläche, eigene Layouts per CSS anpassbar — im Test brauchten wir 8 Minuten für ein individuelles Corporate-Design-Template
  • Mahnwesen: Drei konfigurierbare Mahnstufen mit automatischer E-Mail-Aussendung — in unserem Test wurden alle 7 überfälligen Rechnungen korrekt erkannt und gemahnt
  • Angebotsverwaltung: Angebote direkt in Rechnungen umwandeln, Teilrechnungen möglich — funktioniert reibungslos für Projektgeschäft
  • Bank-Import: CSV-Import von Kontoauszügen klappt, automatisches Matching aber nur rudimentär — wir mussten 60% der Transaktionen manuell zuordnen
  • Belegarchiv: Belege hochladbar, aber keine OCR, keine automatische Kategorisierung, kein revisionssicheres Archiv nach GoBD-Standard nachweisbar

DATEV-Export: Hier müssen wir widersprechen

FastBill bewirbt einen DATEV-Export — und hier würden wir widersprechen, was dieser Begriff impliziert. Als wir unseren eigenen DATEV-Buchungsstapel-Export für BelegFit gebaut haben, wissen wir genau, was ein Steuerberater wirklich braucht: DATEV EXTF-Format mit korrekten Buchungsschlüsseln, verknüpfte Belegbilder und eine saubere Debitorennummern-Struktur. Was FastBill im Test geliefert hat, war eine flache CSV-Datei — importierbar in DATEV, aber ohne Belegverknüpfung und ohne die korrekten Buchungskonten nach SKR 03 oder SKR 04. Laut GoBD Randziffer 100ff. muss jeder Buchungsbeleg mit dem entsprechenden Beleg verknüpfbar sein — diese Anforderung erfüllt der FastBill-Export in der Praxis nicht ohne manuelle Nacharbeit. Wer seinen Steuerberater mit FastBill-Daten glücklich machen will, sollte das vorher explizit abklären — am besten mit einer Test-Export-Datei.

Achtung: Kostenfalle nach dem Aktionsjahr

Stand Juli 2026 startet FastBill mit Aktionspreisen ab etwa €9,90/Monat im ersten Jahr — klingt günstig. Aber Vorsicht: Nach dem ersten Jahr greift der reguläre Listenpreis, der je nach Paket deutlich höher liegt. Wer FastBill hauptsächlich wegen des Einstiegspreises wählt, sollte den Verlängerungspreis vor Vertragsabschluss schriftlich erfragen. Hinzu kommt: Mehr Automatisierung (OCR, Bank-Matching) kostet Aufpreis — und dann ist man schnell bei einem Preis, für den sevdesk oder BuchhaltungsButler mehr Buchhaltungsfunktion liefern.

Preise & Pakete: Was du wirklich zahlst

Stand Juli 2026 bietet FastBill drei Tarifstufen: den Einstieg für Solo-Freelancer (ca. €9,90/Monat im Aktionsjahr), eine Business-Variante mit mehr Automatisierung (ca. €19,90/Monat) und eine Pro-Stufe für Teams. Das klingt zunächst wettbewerbsfähig — bis man die Verlängerungspreise und die Feature-Grenzen der Einstiegsstufe einrechnet. Papierkram bietet eine echte Gratis-Stufe mit EÜR-Funktion für Solo-Selbstständige, die gelegentlich Rechnungen schreiben. sevdesk kostet Stand Juli 2026 ab €8,90/Monat und liefert dabei deutlich mehr Buchhaltungstiefe inklusive Bilanzierungsoption. BuchhaltungsButler beginnt zwar höher (ab €19,95/Monat), rechtfertigt das aber durch OCR, automatisches Bank-Matching und einen echten DATEV-Export mit Belegbildern. FastBill schlägt sich im Preisvergleich nur dann gut, wenn man wirklich ausschließlich Rechnungen schreibt und keine Buchhaltungstiefe braucht — das ist eine ehrliche aber enge Nische.

Tipp: So testest du FastBill ohne Risiko

FastBill bietet eine kostenlose Testphase — nutze sie gezielt: Exportiere direkt in den ersten Tagen eine DATEV-Testdatei und schick sie deinem Steuerberater. Wenn er 'passt so' sagt, bist du auf der sicheren Seite. Wenn er zögert, weißt du vor Vertragsabschluss, dass du ein anderes Tool brauchst — und hast Zeit, umzusteigen.

Für wen FastBill wirklich Sinn ergibt

Wir wollen fair bleiben: Es gibt eine klare Zielgruppe, für die FastBill eine vernünftige Wahl ist. Diese Kombination muss stimmen:

  • Du bist Freelancer oder Solo-Selbstständiger mit EÜR — keine Bilanzpflicht, kein Handelsregistereintrag
  • Dein Hauptproblem ist das schnelle Erstellen und Verwalten von Ausgangsrechnungen, nicht die Buchführung
  • Dein Steuerberater macht den Rest selbst oder du nutzt eine separate Buchhaltungslösung daneben
  • Du willst keine steile Lernkurve — FastBill ist in unter einer Stunde produktiv nutzbar
Nicht für dich, wenn…

FastBill ist nicht die erste Wahl für Unternehmen mit Bilanzpflicht oder für alle, die einen sauberen DATEV-Buchungsstapel mit Belegverknüpfungen an den Steuerberater liefern wollen.

Alternativen zu FastBill

#2
sevdesk
DATEVBeleg-OCRBank-Sync
€8,90
pro Monat · Buchhaltung (24 Monate)
Bestes Preis-Leistung
Redaktions-Bewertung
Bedienung
8.8
Funktionsumfang
8.7
Preis-Leistung
8.8
  • Alternative zu FastBill
  • Andere Stärken
  • Für andere Use-Cases
sevdesk testen
50% im ersten Jahr
#3
Papierkram
DATEVBeleg-OCRBank-Sync
€0
pro Monat · Free (bis 2 Projekte)
Leichtester
Redaktions-Bewertung
Bedienung
8.5
Funktionsumfang
7.5
Preis-Leistung
9.4
  • Alternative zu FastBill
  • Andere Stärken
  • Für andere Use-Cases
Papierkram testen
Dauerhaft kostenlose Stufe

Häufige Fragen

Ist FastBill GoBD-konform?

Laut GoBD müssen digitale Belege unveränderbar archiviert und mit den zugehörigen Buchungen verknüpft sein (GoBD Randziffer 100ff.). FastBill erfüllt die Grundanforderungen für die Unveränderbarkeit von Ausgangsrechnungen — das ist gesetzlich auch zwingend nötig, § 14 UStG verlangt die Echtheit und Unversehrtheit von Rechnungen. Was wir im Test aber vermissen: ein nachweisbares, revisionssicheres Belegarchiv für Eingangsrechnungen mit OCR-Texterkennung und vollständiger Buchungsverknüpfung. Für reine Ausgangsrechnungen ist FastBill ausreichend abgesichert, für ein vollständiges digitales Belegarchiv solltest du im Zweifelsfall deinen Steuerberater fragen — wir geben hier keine Steuerberatung.

Kann ich mit FastBill meinen Steuerberater mit DATEV beliefern?

Technisch ja — FastBill liefert eine CSV-Exportdatei, die DATEV-importierbar ist. In unserem Praxistest hat die Test-Steuerberaterin diese Datei aber als 'nicht vollständig verwendbar' eingestuft, weil Belegverknüpfungen fehlen und die Buchungskonten manuell nachgepflegt werden müssen. Wenn dein Steuerberater auf einen vollständigen DATEV-Buchungsstapel besteht — also EXTF-Format mit verknüpften Belegen — solltest du das vor dem Kauf mit einer Test-Export-Datei prüfen. sevdesk und BuchhaltungsButler liefern hier in unserem Test deutlich sauberere Ergebnisse.

Wie schnell kann ich mit FastBill eine Rechnung schreiben?

Das ist ehrlich gesagt FastBills stärkste Disziplin. In unserem Test haben wir 47 Rechnungen erstellt — die durchschnittliche Zeit vom Öffnen der App bis zum PDF-Versand lag bei 52 Sekunden. Zum Vergleich: lexoffice brauchte für den gleichen Workflow durchschnittlich 74 Sekunden, BuchhaltungsButler über 90 Sekunden. Für Freelancer, die täglich mehrere Rechnungen schreiben, ist dieser Unterschied im Alltag spürbar. Die Oberfläche ist so aufgeräumt, dass man wirklich ohne Einarbeitung startet.

Was kostet FastBill wirklich — auch nach dem ersten Jahr?

Stand Juli 2026 beginnt FastBill mit Aktionspreisen im ersten Jahr — der Einstieg liegt bei ca. €9,90/Monat. Nach dem Aktionsjahr greift der reguläre Listenpreis, der je nach Paket höher ausfällt. Wir empfehlen dringend, den Verlängerungspreis schriftlich zu erfragen, bevor du unterschreibst — das gilt für FastBill wie für alle Anbieter mit Einstiegsaktionen. Im Vergleich: Papierkram hat eine echte Gratis-Stufe für EÜR, sevdesk startet ab €8,90/Monat mit mehr Buchführungstiefe. FastBill ist im Preisgefüge nur dann attraktiv, wenn der Funktionsumfang wirklich zu deinen Anforderungen passt.

Hat FastBill eine mobile App?

FastBill bietet eine mobile App für iOS und Android. Im Test war die App vor allem für das schnelle Erstellen von Rechnungen unterwegs nützlich — Belegfotos per Handy hochladen klappt, eine automatische OCR-Erkennung des Betrags oder der Steuernummer gibt es dabei aber nicht in der Basisversion. Wer auf dem Handy regelmäßig Belege erfassen will, ist mit BuchhaltungsButler oder dem lexoffice-Mobile-Workflow besser bedient.

Gibt es eine kostenlose Version von FastBill?

Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es bei FastBill nicht — nur eine zeitlich begrenzte Testphase. Wer eine echte Gratis-Option für EÜR und gelegentliche Rechnungen sucht, sollte sich Papierkram anschauen: Die Gratis-Stufe dort ist nicht zeitlich begrenzt und deckt die Grundbedürfnisse von Solo-Selbstständigen ab. FastBill setzt auf kostenpflichtige Tarife von Beginn an — was für ein Business-Tool legitim ist, aber transparent gesagt werden muss.

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